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Nadelfilzen

Geschichte des Filzens - Filz-Anleitung - Galerie - Links und Bücher

So, und wie filzt man jetzt ohne Wasser??? (eine zusätzliche bebilderte Anleitung ist in Arbeit!)

Ganz einfach: Die Wolle wird mit Hilfe spezieller Nadeln verfilzt. Diese Nadeln gibt es erst seit der industriellen Herstellung von Filz, denn mit ihnen arbeiten die großen Filzmaschinen, die mit tausenden solcher Nadeln bestückt sind und meterweise Filz ausspucken (z.B.den Bastelfilz, den man überall kaufen kann).

Solche Nadeln bekommt man normalerweise in fein, mittel und stark. Dazu gibt es auch noch die etwas stabileren cross-star-Nadeln. Das Besondere an den Filznadeln sind die kleinen Widerhaken (wie bei einer Harpune). Sticht man die Nadel tief in die Wolle, so bleiben Wollfasern an ihnen hängen, werden tiefer in die Wolle gezogen und verhakeln sich dabei mit den anderen Fasern. Je öfter man reinsicht, desto fester und dichter wird der Filz. So kann man allein durch unterschiedlich starkes bearbeiten der Wolle dem entstehenden Objekt eine Form geben. Natürlich sollte man aber vorher schon die Wolle entsprechend dem gewünschten Endergebnis angeordnet haben.

Es gibt Leute, die Filzen nur mit der Nadel, kleine Tiere und Figürchen, Schmuck und Obst/Gemüse sind anscheinend besonders beliebt. Mit den Nadeln ist es möglich sehr feine Strukturen zu erzeugen, dafür wird der Filz bei weitem nicht so fest und stabil wie nass gefilzt. Nadelfilzen eignet sich daher vor allem für dekorative Objekte, die vor allem herumstehen und schön aussehen sollen, aber wenig belastet werden.

Filznadeln lassen sich aber manchmal ganz gut auch beim Nassfilzen einsetzen um Fehler auszubessern oder um Sachen nach dem Trocknen nochmal zu verändern oder zu reparieren, oder auch um feine Details aufzunadeln. .

Hier mal eine ganz einfache grundlegende Anleitung für eine Figur:

Man nehme:

* Filznadeln, am besten verschiedene Stärken
* Wolle für den Kern (hier kann man auch schlecht filzende Sorten nehmen)
* Wolle für die Oberfläche in den gewünschten Farben
* einen Schwamm als weiche Unterlage (weich, damit die empfindliche Nadel nicht abbricht, wenn sie durch das Werkstück sticht!), damit man sich nicht ständig in die Finger piekst. Ein Stück Schaumgummi geht sicher auch.

Die Schritte zur Vorbehandlung der Wolle sind die gleichen wie beim Nassfilzen, also säubern, kardieren und so weiter. Wer fertig kardierte und gesäuberte Wolle benutzt kann natürlich gleich loslegen:

* Vorformen des Kerns: Aus der Wolle formt man grob die Einzelteile, und zwar jedes Körperteil einzeln! Also für ein Männlein nicht versuchen den Kopf, Torso, Arme und Beine, Nase und Ohren aus einem Stück zu formen, sondern alles Einzeln anfertigen. Damit Arme oder Beine jeweils gleichgroß sind, am besten ein Stück Wolle für beide Arme aus der Wolle zupfen, und dieses dann so genau es geht halbieren. Will man eine formbare Puppe machen, muß man die Wolle um ein nach Wunsch zurechtgebogenes "Gestell" aus Draht (Blumendraht oder Pfeifenputzer) wickeln.
* Erstes Filzen der Kernteile:
Jetzt werden die Einzelteile alle mit einer groben oder mittleren Nadel eine Weile bearbeitet, so daß sie ihre Form behalten. Nur an den Enden, an denen sie später zusammengefügt werden läßt man die Wolle noch locker. Achtung: Das Werkstück immer mal wieder hochheben oder wenden, damit man es nicht an der Unterlage festfilzt!
* Zusammenfilzen der Kernteile:
Der Körper wird jetzt zusammengesetzt. Die nicht bearbeiteten Enden der Einzelteile werden aneinander gefilzt. Dafür zerteilt man die losen Endfasern und legt sie oben und unten oder kreisförmig auf das Teil, an das man sein Stück anfilzen will - und stichelt es dann mit der Nadel fest.
* Gestalten der Oberfläche:
Ist die Grundform fertig, kann man seinem Kunstwerk nun eine farbige Oberfläche verpassen. Dazu einfach möglichst flächig, aber nicht zu dünn die farbige Wolle um den Kern wickeln und mit einer feinen oder mittleren Nadel feststicheln.
* Zum Schluß die Feinarbeit:
Jetzt geht es nur noch um die Details, sticheln um Formen zu gestalten oder zu verändern (z.B. ein Grübchen im Kinn oder eine schmalere Nase), sticheln um Muster oder ähnliches herzustellen, sticheln um ausgeschnittene Filzläppchen als Kleidung oder einzeln geformte Augen (Kügelchen in weiß und schwarz), Ohren, Schwänze, Füße und ähnliches zu befestigen.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!!!

 

Wer sich intensiver mit der Technik des Filzens beschäftigen will kann mal in meinen Bücher-Tipps stöbern. Ich halte auch gerne einen Kurs zum Thema!

 

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